Film: Anwenderseminar 2017
Filmbericht über die GERSTEL-50 Jahre Feier (YouTube)
Impressionen vom Tag der offenen Tür bei GERSTEL im Juli 2017.

GERSTEL feiert das 50. Firmenjubiläum

Im Oktober 2017 feierte GERSTEL das 50. Firmenjubiläum gemeinsam mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus dem In- und Ausland sowie Gästen aus Politik, Industrie, Wirtschaft und Wissenschaft. Das mittelständische familiengeführte Unternehmen ist ein führender Anbieter von Geräten und Systemen für die instrumentelle chemische Analytik. Gegründet wurde GERSTEL 1967 von dem Feinmechanikermeister und Erfinder Eberhard Gerstel (1927-2004) in einer Doppelgarage in der Talstraße in Mülheim an der Ruhr.

Das Jahr 2017 stand für GERSTEL ganz im Zeichen des 50. Firmenjubiläums. Um dieses große Ereignis gebührend zu feiern, hatte sich das international tätige mittelständische, in zweiter Generation geführte Familienunternehmen einiges einfallen lassen. Das Highlight bildete unzweifelhaft die Jubiläumsgala am 6. Oktober 2017, zu der GERSTEL Gäste aus dem In- und Ausland in die Stadthalle in Mülheim an der Ruhr eingeladen hatte. Im weiteren Verlauf dieses Beitrags wird davon ausführlich die Rede sein. Das Organisationsteam hatte sich überdies weitere Höhepunkte einfallen lassen, unter anderem wurden Anwenderseminare im In- und Ausland durchgeführt. Auf Seite 25 berichten wir über das am 5. und 6. Oktober 2017 in Mülheim an der Ruhr ausgerichtete Anwenderseminar.

Tag der offenen Tür

Besonderen Zuspruch erfuhr zum Beispiel auch der Tag der offenen Tür, den das Unternehmen im Juli 2017 unter großer öffentlicher Teilnahme durchgeführt hat. GERSTEL informierte die zahlreichen Interessierten, die sich am Eberhard-Gerstel-Platz eingefunden hatten, unter anderem über die Arbeitsbereiche und Berufsgruppen im Unternehmen. Vorgestellt wurde in Theorie und Praxis, wie die Geräte und Systeme des Unternehmens entwickelt, hergestellt, vertrieben und im Analysenlabor eingesetzt werden.

Unterschiedlichste Berufsgruppen

Zur Bewältigung seiner Aufgaben beschäftigt GERSTEL unterschiedliche Berufsgruppen, darunter Chemiker, Ingenieure, Mechatroniker, Feinwerkmechaniker, Software-, IT-, Vertriebs- und Marketingexperten sowie Büro- und Industriekaufleute. Rund 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zählt GERSTEL am Stammsitz des Unternehmens am Eberhard-Gerstel-Platz 1 in Mülheim an der Ruhr, weitere 80 im In- und Ausland.
GERSTEL besitzt Firmen in den USA, Japan, Singapur, Brasilien und der Schweiz. Darüber hinaus ist das Unternehmen durch Partnerfirmen in rund 80 Ländern der Erde vertreten.
Rundgänge durch den Betrieb boten den Besuchern einen Blick hinter die Kulissen des Unternehmens. Sie hatten die Chance, Aufbau und Arbeitsweisen der verschiedenen Abteilungen kennenzulernen. Die Produktion und das Lagerwesen stellten sich ebenso den Fragen der Besucher wie die Mitarbeiter in den chemisch-analytischen Laboratorien des Unternehmens sowie in Vertrieb und Marketing. Gezeigt, vorgestellt und erläutert wurden zudem die Produkte des Unternehmens und deren Anwendung. Der Tag der offenen Tür diente einerseits dazu, Transparenz zu schaffen, andererseits sollten auch junge Menschen für die Ausbildung zum Feinwerkmechaniker interessiert werden. GERSTEL ist eines der wenigen Unternehmen in der Ruhr-Region, das in diesem Beruf ausbildet.

Jubiläumsgala und Anwenderseminar

Am 6. Oktober 2017 fand schließlich die große Jubiläumsgala in der Stadthalle in Mülheim an der Ruhr statt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Tochter- und Schwesterunternehmen von GERSTEL aus den USA, Japan, Singapur und der Schweiz waren nach Deutschland gereist, um das große Ereignis gemeinsam mit Weggefährten des Unternehmens, langjährigen Kunden und Partnern sowie den deutschen Kolleginnen und Kollegen zu feiern. Insgesamt nahmen 350 Gäste aus dem In- und Ausland an der Gala teil.
Die Festivitäten starteten indes bereits tags zuvor. Mehr als 160 Anwender von GERSTEL-Geräten und -Systemen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz trafen sich am Stammsitz des Unternehmens in Mülheim an der Ruhr zu einem zweitägigen, von GERSTEL ausgerichteten Seminar, um sich über ihre Erfahrungen im Umgang mit und beim Einsatz von GERSTEL-Technologie in der Praxis auszutauschen.
Während auf dem Anwenderseminar das Teilen von Know-how und Wissen sowie der Erfahrungsaustausch im Mittelpunkt standen, bot die Jubiläumsgala den passenden Rahmen für ein herzliches Dankeschön an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie an langjährige Kunden, Partner, Freunde und Wegbegleiter des Unternehmens u. a. in Form einer kulinarischen Reise durch 50 Jahre deutscher Zeitgeschichte sowie guter Unterhaltung.

Grußworte namhafter Persönlichkeiten

Grußworte wurden an das Unternehmen gerichtet, unter anderem von Ulrich Scholten, Oberbürgermeister von Mülheim an der Ruhr, der GERSTEL als internationales „Aushängeschild für die Stadt“ und als Vorbild für andere Unternehmen bezeichnete.
Prof. Dr. Thomas A. Lange, Vorstandsvorsitzender der Nationalbank Essen, attestierte GERSTEL, basierend auf den Erfahrungen der Vergangenheit und Gegenwart, wirtschaftlich von bester Gesundheit zu sein und gut gerüstet für künftige Herausforderungen.
Einen ähnlichen Klang hatten die Ausführungen von Prof. Dr. Pat Sandra, dem Gründer des Research Institute for Chromatography in Belgien, der bereits eine enge wissenschaftliche wie auch freundschaftliche Verbundenheit mit dem Unternehmensgründer Eberhard Gerstel senior (1927-2004) pflegte.
Mit Peter Tenbrink von Eurofins in Hamburg brachte ein langjähriger Kunde des Unternehmens nicht nur die positiven Seiten der GERSTEL-Technologie zum Klingen, überdies lobte er vor allem auch den persönlichen Einsatz, den die „GERSTELaner“ im Interesse der Kunden zeigten und durch den sie die Zufriedenheit auf allen Seiten förderten.
Dr. Beat Lüthi, Mitinhaber von CTC Analytics aus der Schweiz, ein wichtiger Kooperationspartner von GERSTEL, betonte die inspirierende Zusammenarbeit beider Unternehmen bei der Entwicklung von Roboter- und Automatisierungstechnik.
Patrick Kaltenbach, Senior Vice President von Agilent Technologies, einem der weltweit führenden Hersteller von Analysengeräten sowie GERSTEL-Partner seit 1986, unterstrich die Bedeutung der seit mehr als drei Jahrzehnten bestehenden engen Zusammenarbeit mit GERSTEL. Als Ausdruck seiner Verbundenheit überreichte Patrick Kaltenbach der GERSTEL-Geschäftsführung eine Urkunde.

Unterhaltsames Rahmenprogramm

Den darstellerischen Höhepunkt des Abends gestalteten „Die Physikanten“, die im Saal und auf der Bühne ein begeistertes Publikum mit spektakulären Experimenten und verblüffenden naturwissenschaftlichen Effekten zu beeindrucken wussten. Die Band „RedPack“ aus Würzburg und die Gruppe „Atlas“ aus Mülheim an der Ruhr kreierten den musikalischen Rahmen. Zum Gelingen des Abends trug Ralph Caspers bei, der mit unvergleichlichem Charme und Witz das Publikum in seinen Bann zog und gekonnt durch den Abend führte. Ralph Caspers genießt als Moderator populärer Wissenschaftsformate im deutschen Fernsehen wie „Wissen macht Ah!“ oder „Quarks & Caspers“ hierzulande eine große Bekannt- und Beliebtheit.
Noch bevor die Gala ihren offiziellen Höhepunkt erreichte, nutzten die GERSTEL-Geschäftsführer die Gelegenheit, um Ehrungen für langjährige Mitarbeiter und besonderes Engagement auszusprechen. Blumen aus der Hand ihrer Söhne erhielt Thea Gerstel, die Ehefrau des Firmengründers, die auch in ihrem 86. Lebensjahr beherzt die Entwicklung des Unternehmens verfolgt.
„Wir haben uns lange auf diesen großen Abend vorbereitet“, sagt Holger Gerstel, „und sind glücklich, sagen zu können: Er war ein voller Erfolg.“ Das Wissen um die eigenen Fähigkeiten und die vielen positiven Impressionen des Abends lassen ihn zuversichtlich in die Zukunft des Unternehmens blicken. Die instrumentelle Analytik, fügt Ralf Bremer hinzu, sei ein wichtiger Eckstein in allen Bereichen des modernen Lebens – daran werde sich so schnell nichts ändern. „Dank unserer langjährigen Erfahrung und Innovationskraft werden wir unsere Technologie auch künftig erfolgreich weiterentwickeln und den Anwendern im Labor interessante Analysenlösungen anbieten können. Wir sind bestens für die Herausforderungen der Zukunft gerüstet“, prognostiziert Eberhard G. Gerstel.

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