Thomas Albinus
Thomas Albinus
Dr. Oliver Lerch
Dr. Oliver Lerch

Forensik-Workshop

Toxikologisches Fachsimpeln

In den zurückliegenden Jahren hat GERSTEL in enger Zusammenarbeit mit Anwendern aus der forensisch-toxikologischen Praxis viel Zeit und Energie in die Entwicklung innovativer Lösungen zur automatisierten Bestimmung von Drogen und deren Metaboliten in Urin, Blut oder Haar investiert – mit großem Erfolg. Das Wissen darum wurde am 8. November 2017 geteilt: Auf einem Forensik-Workshop, den GERSTEL gemeinsam mit Macherey-Nagel und Experten aus der Rechtsmedizin durchgeführt hat, lernten rund 20 Teilnehmer Methoden und Analysentechniken kennen. Durch den Workshop führten die GERSTEL-Applikationsexperten Dr. Oliver Lerch und Thomas Albinus.

Die Teilnehmer/innen des Workshops waren alles, nur keine unbeschriebenen Blätter, sie alle sind sehr erfahren in der forensisch-toxikologischen Praxis. Da der Mensch bekanntlich jedoch nie auslernt, bot der Forensik-Workshop am 8. November 2017 – eine Gemeinschaftsaktion von Macherey-Nagel und GERSTEL – am Stammsitz von GERSTEL in Mülheim an der Ruhr auch „alten Hasen“ manch neue Erkenntnis und obendrein die Chance auf einen Fachdiskurs unter Gleichgesinnten.
Den Auftakt machte Dr. Gerd Barbenheim von Macherey- Nagel, der einen detaillierten Überblick über forensisch-toxikologisch relevante Phasen für die Festphasenextraktion (SPE) lieferte. Sonja Remacle vom Institut für Rechtsmedizin der Universität Gießen erläuterte ihren Modus der automatisierten „Probenvorbereitung und Probenaufgabe für die forensisch-toxikologische Analyse“ zwecks Bestimmung von Cannabinoiden in Haaren und Serum mittels Flüssig-Flüssigextraktion sowie der Bestimmung von Begleitalkoholen mittels Headspace-GC/MS.
Dr. Angela Gasse, ehemals Institut für Rechtsmedizin der Universität Münster, schlug thematisch in eine ähnliche Kerbe und berichtete in ihrem Vortrag über die „Verbesserte Extraktion von Cannabinoiden aus Serum und Plasma mittels einer SPE-Mischphase“. Die „Automatisierte Aufarbeitung von Urinproben zur THC-COOH-Bestimmung“ beleuchtete Dr. Jörg Hermeling von der TÜV Süd Elab GmbH in Siegen.
Tobias Kieliba vom Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Köln berichtete über eine umfassend automatisierte Probenvorbereitung mittels Festphasenextraktion (SPE), unter anderem zur Bestimmung von THC-COOH in Haaren, bei der Vakuumkammern keine Rolle mehr spielen. Dem folgte im Programm Dr. Oliver Lerch, der „Neues zur automatisierten Probenvorbereitung für die LC/MS“ zum Besten gab.
Nach einem Imbiss folgte der praktische Teil des Workshops: Mit Unterstützung des GERSTEL-Applikations-und Schulungsteams hatten die Workshop-Organisatoren an drei Stationen praktische Geräte- und Systemvorführungen vorbereitet. Im Fokus stand die „Automatisierte Dried-Blood-Spot-Analyse“, die „Automatisierte SPE mit Eindampfstation“ sowie die Automatisierung der Proteinfällung auf dem GERSTEL-MultiPurposeSampler (MPS) unter Einsatz der integrierten Arbeitsschritte Schütteln, Zentrifugieren und Filtrieren. Ein Rundgang durchs Unternehmen bildete den krönenden Abschluss des Workshops, der, so die einhellige Meinung, absehbar eine Fortsetzung finden wird.

Teilnehmerkreis des Forensik-Workshops, von GERSTEL in Kooperation mit Macherey-Nagel am Stammsitz von GERSTEL ausgerichtet.

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