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Das Foto vereint Sponsoren und Gewinner: (v. l.) Eberhard G. Gerstel, Dr. Erik Dümichen, Holger Gerstel und Dr. Ulrike Braun.
Partner bei der Entwicklung und Präsentation der preisgekrönten automatisierten TED-GC/MS-Analysenlösung auf dem MWAS 2018: (v. l.) Paul Eisentraut, Caroline Goedecke, Korinna Altmann, Dr. Ulrike Braun und Dr. Eric Dümichen von der BAM. Mit im Bild sind der GERSTEL-Vertriebsbeauftragte für NRW und stellvertretende Vertriebsleiter Jan Garbe-Immel (2. v. r.) sowie der GERSTEL-Applikationsspezialist Dr. Oliver Lerch (r.).
GERSTEL-Applikationsexperte Dr. Oliver Lerch stellt den Workshop-Teilnehmern am Stand des Unternehmens auf dem MWAS 2018 u. a. die preisgekrönten GERSTEL-Lösungen zur Analyse von Mikroplastik vor.

Kontakt und weitere Informationen:
Koordinationsbüro des „Mülheim Water Award“
c/o IWW Rheinisch-Westfälisches Institut für Wasserforschung gGmbH
z. Hd. Herrn Peter Lévai
Tel.: +49 208 40303-435
Fax: +49 208 40303-80
E-Mail: info@muelheim-water-award.com
Internet: www.muelheim-water-award.com
Moritzstraße 26
45476 Mülheim an der Ruhr
Deutschland

Bei der Bewertung von Spitzenleistungen muss es nicht immer einen Sieger geben: Den mit insgesamt 10.000 Euro dotierten Mülheim Water Award 2018 teilen sich in diesem Jahr Frau Dr. Ulrike Braun (M.) und ihr Team von der BAM in Berlin mit Dr. Iacopo Borsi (3. v. l.) aus Pisa in Italien. Schirmherr des MWA ist der Oberbürgermeister von Mülheim an der Ruhr Ulrich Scholten (4. V. l.).

Mülheim Water Award 2018

Verleihung des Mülheim Water Award 2018

Die Versorgung mit sauberem Trinkwasser ist für die Menschheit existenziell. Verunreinigungen und eine desolate Trinkwasserversorgung können sich langfristig nachteilig auswirken.
Es verwundert nicht, dass zwei Projekte, die sich wissenschaftlich mit den genannten Problemfeldern auseinandersetzen, in diesem Jahr während des 3. Mülheimer Wasseranalytischen Seminars (MWAS2018) am 12./13. September 2018 mit dem „Mülheim Water Award“ ausgezeichnet wurden. Gesponsert wird die Auszeichnung von der Rheinisch-Westfälischen Wasserwerksgesellschaft mbH und GERSTEL.

 

Für die „Entwicklung einer schnellen und robusten Methode für die Analytik von Mikroplastik in Wasser“ wurden Dr. Ulrike Braun und ihr Team von der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) in Berlin mit dem „Mülheim Water Award 2018“ ausgezeichnet. Die Analytik von Mikroplastik ist ein derzeit viel diskutiertes Thema, für das bisher vor allem spektroskopische Messverfahren eingesetzt werden, die allerdings in ihrer Durchführung sehr zeitaufwendig sind und kaum quantitative Aussagen zum Gehalt verschiedener Polymere in Umweltproben liefern.

Als komplementäre Methode entlehnte Dr. Brauns Kollege Dr. Erik Dümichen ein Verfahren aus der Polymeranalyse, das die Wissenschaftler der BAM sowohl für die sichere Identifizierung als auch zur Quantifizierung umweltrelevanter Mikroplastikpartikel weiterentwickelt und etabliert haben. Die grundlegende Methode der automatisierten GC/MS-gekoppelten thermogravimetrischen Analyse (TGA) mit Trapping der Pyrolyseprodukte mit dem GERSTEL-Twister erweist sich als revolutionär. Der personelle Aufwand und die benötigte Messzeit je Probe sind gering.

Die Wissenschaftler der BAM teilen sich den „Mülheim Water Award 2018“ und das damit verbundene Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro hälftig mit Dr. Iacopo Borsi aus Pisa, Italien. Beide Preisträger wussten die unabhängige, mit internationalen Wissenschaftlern besetzte Jury in gleicher Weise zu überzeugen. Bei der von Dr. Iacopo Borsi zur Bewertung eingereichten Arbeit „FREEWAT - Free and open source software tool for water management“ handelt es sich um die Entwicklung eines frei verfügbaren Softwareprogramms, das mithilfe einer geografischen Informationssoftware die Bewertung der Wasserqualität in Flüssen, Seen und Grundwasser vereinfacht. Es unterstützt Behörden, Planer und Berater, Herausforderungen im Bereich Wasserressourcenmanagement mit einer innovativen und open-source-basierten Lösung zu begegnen.

Verliehen wurde der „Mülheim Water Award“ während des Mülheimer Wasseranalytischen Seminars (MWAS 2018), das vom IWW Zentrum Wasser am 12. und 13. September 2018 in der Stadthalle Mülheim an der Ruhr unter großer Beteiligung internationaler Experten und Unternehmen ausgerichtet und durchgeführt worden war.

Award-Interessenten aus ganz Europa waren eingeladen, sich in der Zeit vom 1. Dezember 2017 bis 28. Februar 2018 zum Thema „Innovationen für Wassersysteme und Wasseranalytik für eine nachhaltige Wasserwirtschaft und sichere Trinkwasserversorgung“ um den „Mülheim Water Award“ zu bewerben. Insgesamt lagen der Jury letztlich 28 qualitativ hochwertige und preisverdächtige Einsendungen aus 13 Ländern zur Bewertung vor. Die Herausforderung war groß, mussten sich die Bewerbungen doch in einem zweistufigen Auswahlverfahren behaupten.

Träger des „Mülheim Water Award“ sind die RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft mbH und die GERSTEL GmbH & Co. KG, beide haben ihren Sitz in Mülheim an der Ruhr. Mit dem Award ausgezeichnet werden Projekte zur praxisorientierten Forschung und Entwicklung und zur Implementierung innovativer Konzepte im Bereich der Trinkwasserversorgung und Wasseranalytik. Mit Einzug von GERSTEL als Sponsor in dieser fünften Runde des „Mülheim Water Award“, wurde die Wasseranalytik erstmals explizit als preiswürdiges Themenfeld genannt.

Der „Mülheim Water Award“ wurde erstmalig im Jahr 2006 verliehen. Im Rahmen der bislang erfolgten fünf Wettbewerbe wurden insgesamt über 100 Bewerbungen aus 20 verschiedenen europäischen Ländern eingereicht, die das gesamte Spektrum der Wasserwirtschaft abdeckten.

 

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